Geschrieben von Stiftung Kraftwerk

eku Zukunftspreis 2020 „Industrie-Kultur-Land-Wirtschaft“

Industrie-Kultur-Land-Wirtschaft, ausgezeichnet mit dem EKU Idee Zukunftspreis 2020

Altstandorte, insbesondere der Energiewirtschaft, werden zumeist ausschließlich unter den Gesichtspunkten möglicher Folgeindustrien betrachtet. Kleinteilige, atypische Nutzungsformen, Zwischennutzungen oder Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität und ökologischen Entwicklung des Lebensumfelds liegen nicht im Fokus. Dabei können kleinteilige, lokal entwickelte Ansätze wertvolle Beiträge liefern, übernutztes Gelände für nachhaltige Entwicklungen zu erschließen. Dabei können und sollen Klein- und Mittelständische unternehmen ebenso einbezogen werden, wie zivilgesellschaftliche Akteure und die Bevölkerung vor Ort. Die „Entwicklungsstrategie Lausitz 2050“ nimmt ausdrücklich Bezug auf bisher nicht erschlossene Ressourcen und beschreibt Chancen für eine innovative und grüne Industrie-Kultur.

Die Altstandorte Hirschfelde und Hagenwerder werden hinsichtlich der Chancen für kleinteilige Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt und der biologischen und landschaftlichen Vielfalt analysiert. Interessenten für kleinteilige und Atypische Nachnutzungen werden aktiv angesprochen und über die Voraussetzungen informiert. Schwerpunkt sind die Nutzung von Klein- und Restflächen für Blühwiesen, oberirdische Nutzung von anderweitig nicht zu entwickelnden Arealen für landwirtschaftsnahe Dienstleistungen und Vorhaben zur innovativen Lebensmittelproduktion. Hühnermobil oder Schafweide? Schulgartenexperiment oder Bürgergarten? Solarstrom oder Biomasse? Die Stiftung möchte den „vergessenen“ Standort Hirschfelde beleben und den damit eng verbunden Standort Hagenwerder in der Entwicklung fördern. 

Durch die sachgerechte und kultursensible Auflösung und Bereinigung eines Altstandortes der Industriekultur hat die Stiftung Kraftwerk Hirschfelde materielles und immaterielles Kulturerbe bewahrt und Reststoffe und nicht nutzbare Sammlungsstücke einer sachgerechten Verschrottung zugeführt. Mit Spenden und Sachgütern wurden zahlreiche Vereine, Sammlungen und engagierte Einzelakteure unterstützt. Nachhaltige Lösungen standen und stehen im Zentrum der Arbeit. 

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